Leoni* hat die RSV-Bronchiolitis überstanden
Leonis Start ins Leben
„Heute kann ich als Kinderkrankenschwester in meinem Klinikalltag besser auf die Ängste und Sorgen der RS-Virus-betroffenenen Eltern eingehen. Klar muss nicht jede Infektion so schlimm verlaufen, da jeder kleine Patient anders reagiert. Trotz alledem ist jede RSV-Infektion schlimm.“
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Ich heiße Martina*, bin 32 Jahre alt und arbeite als Kinderkrankenschwester auf einer Kinder- und Jugendstation. Leoni* ist unser erstes Kind und kam durch einen frühzeitigen Blasensprung am 30.01.05 in der 36. Schwangerschaftswoche per Not-Kaiserschnitt zur Welt. Eigentlich sollte sie bei einer planmäßig verlaufenden Schwangerschaft wegen Beckenendlage in der 38. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden werden. |
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„Als Familie waren wir überglücklich und dachten, das Familienleben könne beginnen“
Ich hatte mich circa in der 32. Schwangerschaftswoche mit einer Toxoplasmose infiziert und jetzt war meine große Angst der ausstehende Befund der Toxoplasmose. Gott sei Dank war der Befund negativ und mein Mann und ich konnten aufatmen. Hätte ich sie in der Schwangerschaft angesteckt, so wäre uns ein langer Krankenhausaufenthalt nicht erspart geblieben. |
Leoni vor der RSV-Infektion |
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„In der Klinik wurde sofort ein RS-Virus-Test durchgeführt und zu meinem Erschrecken bewahrheitete sich mein Verdacht“
Zu Hause angekommen war vom großen Glück leider nicht die Rede, da Leoni weiterhin nicht trinken wollte, stark hustete und nieste. Meine große Sorge war, dass sich Leoni mit dem RS-Virus infiziert hatte. Am 13.02.2005 kam meine Nachsorgehebamme zu Besuch. Ich schilderte ihr meine Beobachtungen, doch sie beruhigte mich. Als wir Leoni auszogen, war der Schreck jedoch groß. Sie hatte Einziehungen im Brustkorbbereich. Ich fuhr sofort mit meinem Kind zurück in die Klinik.
„Nach 11 Tagen Nahrungsaufnahme über die Magensonde durfte Leoni wieder saugen“
Am 16.02. wurde meine Tochter erneut auf die Intensivstation verlegt und bekam eine CPAP-Beatmung. Ihre Blutgasanalyse sah sehr schlecht aus und ergab einen Kohlendioxid-Wert im Blut von 77 %, normal wären 40 %. Außerdem war ihre Puls- und Atemfrequenz sehr hoch. Leoni tolerierte die Beatmung sehr schlecht und musste Beruhigungsmittel erhalten. Die gesamte CPAP-Beatmung dauerte 8 Tage. Im Anschluss bekam sie eine Sauerstoffbrille. |
Leoni mit CPAP-Beatmung |
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„Mein Beruf als Kinderkrankenschwester hat mir schon geholfen mit dem gesamtem „Handling“ klarzukommen“
Leoni ist jetzt fast 2 ½ Jahre und in ihrem ersten Lebensjahr rutschten wir von einer Bronchitis in die nächste. Inhalieren, Asthmamedikamente und Kortison-Spray musste sie täglich einnehmen. Diese Prozedur dauerte sehr lange, dazu kam noch Leonis sehr langsame Nahrungsaufnahme. Der Tag hat jedoch nur 24 Stunden. |
Leoni mit 2 Jahren |

