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Kinderarzt

Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus hilft das Klinikpersonal bei Fragen gern weiter. Die weitere medizinische Betreuung erfolgt dann in der Regel beim niedergelassenen Kinderarzt. Mit regelmäßigen Besuchen dort, hat das Frühchen die besten Voraussetzungen gesund zu bleiben. Der Kinderarzt informiert auch zur Infektvorbeugung und zu Impfungen. Schließlich sind Frühgeborene besonders anfällig z. B. für Erkrankungen der Atemwege.

Rundum medizinisch betreut

Kinderarzt

Auch zu Hause angekommen, stehen die Ansprechpartner in der Klinik weiter für Fragen zur Verfügung. Oft wird innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Entlassung eine Nachsorgeuntersuchung angeboten. Die weitere regelmäßige medizinische Kontrolle und Versorgung wird in der Regel der niedergelassene Kinderarzt übernehmen. Ist dieser noch nicht ausgewählt, können die Ansprechpartner in der Klinik geeignete Mediziner nennen. Auch Adressen einer (Wochenbett-)Hebamme, Stillberaterin und „Frühchen-Eltern-Gruppe“ in der Nähe können dort erfragt werden. So gibt es Ansprechpartner und Unterstützung von vielen Seiten.

Ein Kurzbrief bei der Entlassung informiert den weiter behandelnden Arzt über alle wichtigen Diagnosen und Untersuchungsergebnisse. Es folgt ein ausführlicher Bericht über den gesamten Klinikaufenthalt, den der Kinderarzt per Post erhält. Einige Kliniken bieten eine spezielle Frühgeborenensprechstunde, in der ein individueller Nachsorgeplan aufgestellt wird. Regelmäßige Besuche beim Kinderarzt stellen sicher, dass das Baby gesund bleibt oder Krankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen sollte ein Frühgeborenes regelmäßig neurologisch untersucht werden. Auf die Frühchennachsorge spezialisierte Ärzte und Therapeuten können bei Bedarf ein Programm mit Frühförderungsmaßnahmen für das Baby erstellen, sodass die bestmögliche Entwicklung des Kindes erreicht werden kann.

Infektabwehr und Impfungen

Frühgeborene haben eine eingeschränkte Infektabwehr. Obwohl es dadurch eventuell zu Nebenwirkungen durch eine Impfung kommen kann, sollten auch sie ab dem dritten Lebensmonat geimpft werden. Erkrankungen wie Keuchhusten oder Kinderlähmung sind viel gefährlicher als die eventuellen Nebenwirkungen einer Impfung. Der Kinderarzt informiert ausführlich zu den anstehenden Impfungen und möglichen Immunisierungen. Bei einem Gewicht unter 2 000 Gramm wird die erste Impfung noch etwas verschoben.

Frühgeborene sind meist recht anfällig für Erkrankungen der Atemwege, da die Lunge noch nicht voll ausgebildet ist. Kinder, deren Atemluft in der Klinik mit Sauerstoff angereichert wurde oder die künstlich beatmet wurden, haben auch später ein besonders hohes Risiko, sich mit Atemwegserregern zu infizieren und unter Umständen z. B. an einer Bronchiolitis, einer Entzündung der kleinsten Luftwege, oder Lungenentzündung zu erkranken.

RSV-Infektion: Vorsicht in den kalten Monaten

Frühgeborene gehören zu den Risikokindern, die für eine schwere Ausprägung der Infektion mit dem RS-Virus besonders gefährdet sind. Die Atemwegserkrankung kann so stark sein, dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird. Der Erreger kommt besonders in den Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten vor. Ungefähr zwei Drittel aller Säuglinge infizieren sich mit dem Virus im ersten Lebensjahr, und im Alter von zwei Jahren hat nahezu jedes Kind eine Infektion durchgemacht. Die Symptome einer RSV-Infektion erkennt man an Husten, laufender Nase, eventuell auftretendem Fieber, beschleunigter und rasselnder Atmung und Herzfrequenz sowie Atemnot. Für Frühgeborene gibt es einen medikamentösen Schutz, eine passive Immunisierung mit einem sogenannten Antikörper. Der Kinderarzt kann beraten, ob diese Maßnahme individuell empfehlenswert ist.
» Weitere Informationen zum RS-Virus und der Immunisierung

 


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