M
Magensonde
Durch Mund (oder Nase) über Rachen und Speiseröhre in den Magen eingeführter biegsamer Schlauch zur künstlichen Ernährung.
Magnetresonanztomographie
Bildgebendes Verfahren, bei dem der gesamte Körper oder Körperteile sehr detailliert dargestellt werden können. Weitere Bezeichnungen sind Kernspintomographie, MRI und NMR.
Makrosomie
Symmetrische Vergrößerung des gesamten Körpers als Normvariante oder im Rahmen bestimmter Erkrankungen (z.B. bei mütterlichem Diabetes mellitus).
Makrozephalie
Angeborene Vergrößerung des gesamten Kopfs (Gesichts- u. Hirnschädel). Ursachen können beispielsweise eine Vermehrung des Hirngewebes oder vermehrtes Hirnwasser (Hydrozephalus) sein.
Malformation
Fehlbildung.
Maschinengeräusch
Typisches Herzgeräusch, das beim offenen Ductus arteriosus Botalli mit dem Stethoskop zu hören ist.
Masken-CPAP
Beatmungsverfahren, bei dem mittels Nasen-oder Gesichtsmaske ein bestimmter Atemwegsdruck erzeugt wird.
Mediastinum
Zwischen beiden Lungen gelegener Raum. Er geht oben in den Hals über, ist unten durch das Zwerchfell abgeschlossen, vorn vom Brustbein, hinten von der Brustwirbelsäule begrenzt.
Meilensteine
Bestimmte Fertigkeiten, die Kinder mit einem bestimmten Alter können sollten, wie z. B. Lachen, Umdrehen, Sitzen, Robben, Krabbeln, Stehen, Gehen und Sprechen.
Mekonium
Auch als Kindspech bezeichneter, während der Zeit im Mutterleib vom Kind gebildeter, grünschwarzer Stuhl. Er wird normalerweise erst beim ersten Stuhlgang nach der Geburt, bisweilen aber auch bereits vor der Geburt abgesetzt. Im letzteren Fall kann Kindspech bei der normalen Atmung des Feten mit dem Fruchtwasser eingeatmet werden.
Mekoniumaspirationssyndrom (MAS)
Komplikationen aufgrund des Eindringens von Kindspech (Mekonium) in die kindlichen Lungen. Diese können schwerwiegend sein, haben in der Regel aber keine ernsten Folgen.
Mekoniumileus
Angeborener Darmverschluss bei Neugeborenen durch eingedicktes, kittartiges Mekonium.
Meläna
Beim Neugeborenen in den ersten Lebenstagen auftretende Darmblutung mit Blut- oder tief schwarzen Stühlen ("Teerstuhl"), zum Beispiel bei Vitamin K-Mangel.
Membranoxygenierung, extrakorporale
Siehe unter ECMO.
Meningitis
Hirnhautentzündung auf Grund einer Infektion oder sonstiger Ursachen.
Mikrozephalie
Ein infolge abnorm geringem Hirnwachstums unterdurchschnittlicher Kopfumfang.
Miktionszystourethrographie
MCU, Röntgenuntersuchung, bei der Kontrastmittel in die Harnblase eingebracht wird, um die Harnwege beurteilen zu können, beispielsweise bei Harnstauung.
Milcheinschuss
Recht plötzlich beginnende mütterliche Milchproduktion, etwa am 3. bis 4. Lebenstag des Neugeborenen.
Milchpumpe
Dient zum Abpumpen der Muttermilch. In der Klinik zum Einsatz kommende Milchpumpen können leistungsstärker als die üblicherweise für den „Hausgebrauch“ zur Verfügung stehenden sein. Erstere können eventuell auch gemietet werden.
Mongolenfleck
Graublaue Verfärbung der Haut über dem Kreuzbein oder auf den Gesäßbacken durch Ansammlung von pigmentproduzierenden Zellen in der Haut; oft familiär gehäuft.
Monitor
Gerät zur Aufzeichnung von Herzfrequenz, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffgehalt des Blutes.
Moro-Reflex
Ein bei jungen Säuglingen normaler Reflex; typische heftige Streck- und dann nachfolgende Beugebewegung der Arme und Beine, die das Neugeborene bei einem plötzlichen lauten Geräusch ausführt.
Mortalität
Sterblichkeit.
Münchner funktionelle Entwicklungsdiagnostik
Standardisiertes Verfahren zur Überprüfung der Entwicklung eines Kindes, es gibt zahlreiche weitere Verfahren.
Mukoviszidose
Auch zystische Fibrose genannte Erbkrankheit mit vermehrter Produktion von sehr zähflüssigem Schleim, vor allem in den Atemwegen.
Muskelhypotonie
Abnorm geringe Muskelspannung, die bei einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen auftreten kann.
Muttermilchikterus
Vorübergehende verstärkte Gelbsucht, die oft bei mit Muttermilch ernährten Neugeborenen auftreten kann.
Myopie
Kurzsichtigkeit: der Betroffene kann weit entfernte Gegenstände schlechter sehen als nahe gelegene.

