P
Pädiater
Kinderarzt.
Pankreas
Bauchspeicheldrüse.
Panzytopenie
Verringerung aller Zellreihen (weiße und rote Blutkörperchen, Blutplättchen) im Blut.
Parese
Lähmung.
Passive Immunisierung
Herbeiführen oder Erhöhung der körperlichen Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionskrankheiten durch Zufuhr von Immunglobulinen bzw. Immunserum zum Schutz vor Infektionen oder Giftstoffen von Krankheitserregern; Wirkungsdauer durchschnittlich 3 bis 4 Wochen, da die Immunglobuline im Körper abgebaut werden.
PEEP
"Positive endexpiratory pressure", positiver Atemwegsdruck am Ende der Ausatemphase während der Beatmung. Dieser Wert beeinflusst vor allem die Oxygenierung, d.h. die Sauerstoffversorgung.
Periventrikuläre Leukomalazie
„Periventrikulär“ heißt in der Nähe der Hirnkammern, und unter „Leukomalazie“ versteht man eine Erweichung der weißen Hirnsubstanz. Demnach bedeutet „periventrikuläre Leukomalazie“ eine Hirnerweichung in der Nähe der Hirnkammern. Die Erweichung ist darauf zurückzuführen, dass Hirngewebe in diesem Bereich untergegangen ist. Unter Umständen leidet das Kind später einmal an Lern-, Seh- oder Bewegungsstörungen.
Perinatalzentrum
Für die Versorgung von Frühgeborenen speziell ausgerüstetes Zentrum. Es existieren verschiedene "Levels". Level 1 bedeutet, dass in diesem Zentrum auch die kleinsten Frühgeborenen versorgt werden können und dürfen.
Perkutaner Katheter
In eine oberflächliche Vene eingeführter, langer Katheter, dessen Spitze bis in eine große zentrale Vene reicht. Muss seltener als ein herkömmlicher intravenöser Zugang gewechselt werden.
Persistierender Ductus arteriosus Botalli
Herzerkrankung, die darauf zurückzuführen ist, dass sich der sogenannte Ductus arteriosus Botalli nicht geschlossen hat. Normalerweise schließt sich diese Verbindung zwischen Hauptschlagader (Aorta) und Lungenarterie unmittelbar nach der Geburt. Bleibt die Verbindung offen, kann das Kind zur Behebung medikamentös oder chirurgisch behandelt werden.
Persistierender fetaler Kreislauf (PFC-Syndrom)
Siehe persistierende pulmonale Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN).
Persistierender Lungenhochdruck bei Neugeborenen
Siehe persistierende pulmonale Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN).
Persistierende pulmonale Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN)
Bei der PPHN kann sich das Blut in der Lunge nicht in bedarfsdeckendem Umfang mit Sauerstoff anreichern, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Es gibt dafür unterschiedliche Ursachen (z.B. eine Infektion), und die Behandlung erfolgt individuell. Man spricht auch von persistierendem Lungenhochdruck bei Neugeborenen bzw. von persistierendem fetalen Kreislauf, abgekürzt PFC-Syndrom.
Perspiratio insensibilis
Wasserverlust beim Neugeborenen, z.B. über die Haut oder über den Feuchtigkeitsverlust bei der Beatmung über die Lunge. Diese Flüssigkeitsdefizite müssen bei der Flüssigkeitsgabe mit berücksichtigt werden.
Perzentilen
Genormte Kurven, z.B. für die Beurteilung des Körperlängenwachstums oder der Blutdrucke.
Petechien
Punktförmige Hautblutungen auf Grund verschiedener Ursachen.
PFC-Syndrom
Siehe persistierende pulmonale Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN).
Pflegeeinheit, offene
Alternative zum Brutkasten (Inkubator), bei der die Neugeborenen unter einer speziellen Wärmelampe ohne zusätzliche Abdeckung gepflegt werden können. Die Temperatur der Wärmelampe wird dabei meist über eine Hauttemperatursonde geregelt.
Phototherapie
Siehe Fototherapie.
pH-Wert
Wichtiger Messwert im Blut, Urin oder Magensaft zur Bestimmung des Säuregehaltes.
Physiotherapeut
Physiotherapeuten (Krankengymnasten) unterweisen Patienten in speziellen krankengymnastischen Übungen bzw. führen diese und weitere körperliche Heilmaßnahmen durch, z.B. im Zuge einer Reha-Maßnahme und zur maximalen Ausnutzung der körperlichen Fähigkeiten mit möglichst geringen Schmerzen. Auf der Neugeborenenintensivstation (NICU) werden vom Physiotherapeuten häufig unterstützende Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung der Muskulatur und Bewegungsabläufe des Kindes durchgeführt.
PIP
"Positive inspiratory pressure", positiver Atemwegsdruck während der Einatmungsphase bei der Beatmung.
Plazenta
Mutterkuchen.
Plazentainsuffizienz
Funktionsstörung des Mutterkuchens im Verlauf der Schwangerschaft. Diese kann zur Mangelernährung des Ungeborenen mit nachfolgender Wachstumsverzögerung führen.
Pleuraerguss
Flüssigkeitsansammlung zwischen den zwei Schichten des Brustfells.
Plexus chorioideus
Durch Ultraschall darstellbare Strukturen in den Seitenventrikeln des Gehirns, die das Nervenwasser produzieren.
Plexuslähmung
Siehe Erb´sche Lähmung und Klumpke-Lähmung, geburtstraumatische Verletzung durch Überdehnung oder Zerreißung von Nervenwurzeln beim Austritt aus dem Rückenmark.
Pneumatosis intestinalis
Gasbläschen in der Darmwand als Hinweis auf eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC).
Pneumokokkenimpfung
Impfung gegen häufige Erreger der Mittelohr- und Lungenentzündung. In der Regel ab 8 Wochen Lebensalter auch bei Frühgeborenen empfohlen.
Pneumologe
Lungenfacharzt.
Pneumonie
Lungenentzündung.
Pneumothorax
Zusammenfallen einer Lunge durch Ansammlung von Luft im Raum zwischen den zwei Brustfellschichten. Dies kann zum Beispiel als Komplikation bei der Beatmung auftreten.
Poliomyelitis
Kinderlähmung. Durch Impfung verhinderbar.
Polyglobulie
Vermehrte Anzahl von roten Blutkörperchen mit der Folge einer erhöhten Zähflüssigkeit des Blutes.
PQ-Verlängerung
Auffälligkeit im Elektrokardiogramm (EKG); man spricht dann von einem AV-Block 1. Grades.
Pre-Nahrung
Anfangsmilch für Neugeborene, die nicht oder nur teilweise gestillt werden.
Probiotika
Zubereitung, die lebensfähige Mikroorganismen enthält. In ausreichenden Mengen oral aufgenommen, können Probiotika einen gesundheitsfördernden Einfluss, z.B. zur Verhinderung der nekrotisierenden Enterokolitis bei Frühgeborenen haben.
Prokalzitonin
Infektionsmarker im Blut.
Protein
Eiweiß.
Proteinurie
Ausscheidung von Eiweiß mit dem Harn.
Pseudostrabismus
Scheinbares Schielen, z.B. bei sehr breiter Nasenwurzel entsteht der Eindruck, dass das Neugeborene schielen würde.
Pulmonalarterie
Arterielles Lungengefäß.
Pulmonalstenose
Verengung der rechten Herzklappe.
Pulsoxymetrie
Häufig verwendetes Verfahren zur Messung der Sauerstoffsättigung ohne Blutentnahme.
Pyelonephritis
Nierenbeckenentzündung.
Pylorusstenose
Verengung des Magenausgangs, die unter anderem zu häufigem Erbrechen großer Nahrungsmengen führt. In der Regel ist eine Operation erforderlich.

