S
Säurebasenhaushalt
Balance zwischen sauren und basischen Substanzen im Blut.
Sauerstoffsättigung
Gehalt des Blutes an Sauerstoff, mit dem Pulsoxymeter in Prozent gemessen.
Sauerstofftherapie
Verabreichung von zusätzlichem Sauerstoff über die Lunge zwecks Versorgung der Körpergewebe. Dabei stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, z. B. Beatmungsgerät, Maske oder Nasenbrille. Die applizierte Sauerstoffmenge kann dabei in Prozent oder aber in Liter pro Minute angegeben werden.
Saugen, nicht nutritives
Schmerzbekämpfung bei Neugeborenen (zum Beispiel Saugen am Schnuller während einer Blutentnahme).
Schädelnahtsynostose
Vorzeitige Verknöcherung der Nähte am knöchernen Schädel mit nachfolgendem abnormem Kopfwachstum.
Schiefhals
Meist durch Enge im Mutterleib oder Blutung in einen Halsmuskel hervorgerufene Kopfhaltung zu einer Seite.
Schlafmyoklonien, benigne
Zuckungen einer oder mehrerer Gliedmaßen während der Einschlafphase ohne krankhafte Bedeutung.
Schmerzskala
Standardisierte Beurteilung der Intensität eines Schmerzes, auch bei Frühgeborenen möglich.
Schulterdystokie
Einstellungsanomalien, die nach der Geburt des Kopfes die vollständige Entwicklung des Kindes erschweren. Als Folge kann zum Beispiel eine Klavikulafraktur oder eine Plexuslähmung auftreten.
Schweißtest
Diagnostik zur Testung auf eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die Mukoviszidose.
Screening
Siehe unter Neugeborenenscreening.
Sectio caesarea
Kaiserschnittentbindung.
Sedierung
Gabe von Medikamenten zur Herabsetzung des Bewußtseins, z.B. für unangenehme Prozeduren und Eingriffe.
Seitenventrikel
Mit Nervenwasser gefüllte Räume innerhalb des Gehirns, in denen das Nervenwasser (Liquor) produziert wird.
Sehr kleine Frühgeborene (VLBW= „very low birth weight" infants)
Babys, die bei der Geburt weniger als 1.500 Gramm wiegen und meist vor der 32. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen.
Sepsis
"Blutvergiftung", Infektion, die den gesamten Körper betrifft. Sie tritt auf, wenn sehr viele Mikroorganismen (meist Bakterien, seltener Pilze, Viren oder Parasiten) in die Blutbahn gelangen. Bei Neugeborenen kann diese Allgemeininfektion schon im Mutterleib entstehen, z.B. durch Infektion der Mutter. Weitere Infektionsquellen sind beispielsweise eine Infektion des Nabels oder eine Lungenentzündung.
Septum
Scheidewand, zum Beispiel zwischen den Herzvorhöfen oder -kammern oder im Gehirn.
SGA (klein bezogen auf das Reifealter)
Man spricht dann von „Small for Gestational Age“, wenn ein Kind im Vergleich zur Schwangerschaftswoche (bzw. zum Reifealter) unterdurchschnittlich klein ist.
Shunt
Kurzschlussverbindung zwischen normalerweise voneinander getrennten Hohlorganen oder Gefäßen. Bei Herzfehlern, z. B. zwischen der rechten und linken Herzkammer.
Sichelfuß
Meist harmlose Fußfehlstellung nach der Geburt, durch die Enge im Mutterleib bedingt.
SIDS
"Sudden infant death syndrome", siehe unter Kindstod, plötzlicher.
Silastikkatheter
Bei Frühgeborenen häufig verwendeter weicher Schlauch, der als zentraler Venenkatheter zur Ernährung, antibiotischen Therapie usw. benutzt wird.
Skapula
Schulterblatt.
Skrotum
Hodensack.
Somnolenz
Schläfrigkeit.
Sondenernährung
Dient zur Fütterung eines Säuglings mit Muttermilch oder Flaschennahrung, wenn er noch nicht selbständig ausreichend trinken kann. Dabei wird ein kleiner biegsamer Schlauch über ein Nasenloch oder den Mund des Kindes in den Magen eingeführt.
Sonographie (Ultraschall)
Ultraschallwellen lassen sich zu diagnostischen Zwecken einsetzen und dienen der Darstellung unterschiedlicher Organe ohne Strahlenbelastung.
Späte Frühgeborene (LPI = „late preterm infants“)
Frühgeborene, die zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, ähneln mit Gewicht und Größe Termingeborenen, ihr Organsystem und Stoffwechsel ist jedoch noch nicht vollständig entwickelt.
Spannungspneumothorax
Zusammenfallen einer Lunge durch Luftansammlung zwischen den zwei Schichten des Brustfells und Verdrängung von Herz und großen Gefäßen auf die gegenüberliegende Seite des Brustkorbs.
Spastik
Abnorm erhöhte Muskelspannung.
Stillberaterin
Dabei handelt es sich beispielsweise um eine (Kinder-) Krankenschwester, die Mütter im Stillen und Abpumpen der Muttermilch unterweist und mit Rat und Tat zur Seite steht.
Status epilepticus
Lang anhaltender Krampfanfall.
Stickstoffmonoxid
Siehe unter NO.
Storchenbiss
Roter Hautfleck durch Erweiterung und Vermehrung feiner Hautgefäße, der meistens am Hinterkopf, seltener auf der Stirn, über dem Kreuzbein oder an den Augenlidern eines Säuglings auftritt.
Strabismus
Schielen.
Streptokokken, Gruppe B
Häufige bakterielle Erreger von Neugeboreneninfektionen.
Surfactant
Körpereigene oberflächenaktive Substanz, die vor allem der Eröffnung der Lungenbläschen (Alveolen) dient und häufig kleinen Frühgeborenen zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung über einen Tubus in die Luftröhre gegeben wird.


