Passive Immunisierung
Für Kinder, die ein besonderes Risiko für Komplikationen durch eine RSV-Infektion haben, steht ein medikamentöser Schutz zur Verfügung. Durch die passive Immunisierung mit einem Antikörper wird das kindliche Immunsystem unterstützt. Die Immunisierung wirkt vorbeugend und wird monatlich durch den Kinderarzt in der RSV-Saison verabreicht.
Schutz durch Antikörper
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Frühgeborene sowie Kinder mit Lungenerkrankungen oder bedeutsamen angeborenen Herzfehlern gehören zu den Risikogruppen für eine Erkrankung durch eine RSV-Infektion mit schwerer Ausprägung. Für sie kann daher eine passive Immunisierung in Frage kommen.
Wirkmechanismus
Auf der Oberfläche des RS-Virus befindet sich ein bestimmter Eiweißstoff (G-Protein), mit dem es sich an die Atemwegszelle heftet. Ein weiterer Eiweißstoff, das F-Protein, verhilft dem Virus, mit der befallenen Zelle (Wirtszelle) zu verschmelzen und gleichzeitig eine Verbindung zu weiteren infizierten Atemwegszellen zu schaffen. Dadurch entstehen größere Zelleinheiten (Synzytien).
Der Antikörper greift gezielt in diesen Erkrankungsprozess ein und stoppt das RS-Virus, indem er an die F-Proteine bindet und es damit blockiert. Eine Verschmelzung des Virus mit der Wirtszelle und die Verbindung mit anderen Zellen sind nun nicht mehr möglich.
Anwendung
Der Kinderarzt verabreicht den Antikörper für die passive Immunisierung einmal im Monat während der RSV-Saison in Form einer Injektion. Die regelmäßige Gabe ist wichtig, da der Antikörper im Laufe der Zeit abgebaut und aus dem Organismus ausgeschieden wird. |





